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Ruff- und Pfiff-Vergleich zwischen verschieden Inseln

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Die Größe des Streifgebietes von Pilotwalen in den Gewässern der Kanarischen Inseln bleibt bislang noch unklar. Unter Forschern wird jedoch angenommen, dass Gruppen wenigstens zwischen Teneriffa und La Gomera hin- und herwandern. Die Distanz zwischen beiden Inseln beträgt weniger als 50 km und für Pilotwale wäre es kein Problem, solche Strecken zurückzulegen. Eigene Forschungen (...hier...) lassen vermuten, dass Kurzflossen-Grindwale gruppenspezifische Rufrepertoires nutzen. Wenn dies der Fall wäre, können spezifische Ruftypen spezifischen Gruppen zugeordnet werden. Die folgende Ruftypübereinstimmung könnte somit beweisen, dass (ausgewählte oder prinzipiell alle) Gruppen zwischen den Inseln hin- und herwandern.


Danksagung: Die La Gomera-Lautsequenz wurde freundlicherweise von Samyo Jürgen Hoheisel zur Verfügung gestellt. Seine Aufzeichnungen wurden im Rahmen der Forschungsarbeiten von M.E.E.R. La Gomera (...hier...) durchgeführt. Vielen Dank an Fabian Ritter.


Teneriffa-Rufe

Foto Dieser Ruftyp wurde am 31. August und 15. September 1996 etwa 2 Seemeilen südwestlich von Teneriffa, Kanarische Inseln, aufgezeichnet. Der Ruf hat eine zeitliche Dauer von 0.8 Sekunden, zeigt einen hauptsächlich gepulsten Anteil und endet mit einem tonalen Anteil. Während beider Aufzeichnungstage konnte der Ruftyp mehrmals gehört werden. Das folgende Klangbeispiel beinhaltet mehrere Rufe in Reihe, ist jedoch eine Kompression der ursprünglichen Aufzeichnungsdauer. Der Rufytp hat einen sehr metallischen Klang und der oder die lautabgebenden Tiere befinden sich relativ nah am Hydrophon.



Foto Klicken Sie ...hier..., um einen Ruftyp zu hören (.mp3-Datei mit 0.3 MB), der 1996 vor Teneriffa aufgezeichnet wurde und der mit einem Ruftyp übereinstimmt, der wiederum 2006 vor La Gomera gehört werden konnte.

La Gomera-Rufe

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Dieser Ruftyp wurde im Jahre 2006 etwa 2-3 Seemeilen südwestlich vor La Gomera aufgezeichnet. Im Vergleich mit den vor Teneriffa aufgezeichneten Rufen zeigt dieser Ruf die gleichen spektrografischen Eigenschaften. Dieser Ruf konnte ebenso mehrmals in der Aufzeichnungssequenz gehört werden. Da sich der oder die lautabgebenden Tiere nicht so nah am Hydrophon befinden und aufgrund von Unterschieden des Aufzeichnungsequipments ist der subjektiv hörbare Lautcharakter etwas unterschiedlich. Dennoch zeigt auch dieser Ruftyp einen metallischen Klang. Das folgende Klangbeispiel ist eine Kompression des ursprünglichen Materials.



Foto Klicken Sie ...hier... (.mp3-Datei mit 0.6 MB), um den im Jahre 2006 vor La Gomera aufgezeichneten Ruftyp zu hören. Dieser ist identisch mit dem 1996 vor Teneriffa aufgezeichneten Ruftyp.